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Der FC Megas Alexandros als Paradebeispiel für gelungene Integration

Der FC Megas Alexandros als Paradebeispiel für gelungene Integration

Der Verein FC Megas Alexandros GAP e.V. aus Garmisch-Patenkirchen wurde in den 90er Jahren gegründet. „Aus Spielermangel mussten wir im Jahr 2004 die Mannschaft abmelden. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt lediglich 6-7 Mann im Training“, erzählt Abteilungsleiter Ioannis Hristoforidis im Gespräch mit ANSCHLUSSTOR.

Diese prekäre Situation änderte sich jedoch zehn Jahre später: Mithilfe von Neuzugängen aus unterschiedlichsten Ländern konnte die Spieleranzahl wieder nach oben geschraubt und dadurch eine neue Mannschaft gestellt werden. Der Verein wurde unter anderem mit Spielern aus Frankreich, Italien, Rumänien, Ägypten, Griechenland und der Türkei verstärkt. Zwei Jahre später, im Jahr 2016, stießen dann weitere Exoten zum Team: Flüchtlinge aus Mali, Somalia, Afghanistan, Eritrea und Nigeria gelangten durch eine Erstaufnahmeeinrichtung nach Garmisch-Partenkirchen. Von dort wurden sie vom FC Megas Alexandros in den Verein aufgenommen.

Hristoforidis spricht von Anlaufschwierigkeiten bei der Inklusion der Flüchtlinge in Verein und Mannschaft. Unter anderem mit einer zusätzlichen Starthilfe der DFB-Stiftung Egidius Braun konnten anfängliche Probleme erfolgreich gelöst werden. Die Kommunikation lief zunächst auf Englisch, da die Flüchtlinge kein Deutsch konnten.
Die meisten besuchten eine Schule oder belegten einen Deutsch-Sprachkurs. Mittlerweile wird im Training überwiegend Deutsch gesprochen, weil die neuen Akteure eine Arbeit gefunden haben oder eine Ausbildung absolvieren. 

Der FC Megas Alexandros sicherte sich also seine Existenz durch eine gelungene Flüchtlings-Integration in das Vereinsleben. Diese Flüchtlings-Inklusion kommt auch außerhalb des Vereins sehr gut an! Abteilungsleiter Ioannis Hristoforidis: „Sogar die Gegner zollen uns großen Respekt für das, was wir hier leisten. Wir bekommen oft gesagt, dass wir guten Fußball spielen und unsere Spieler echt tolle Jungs sind.“ Rein sportlich gesehen könnte es kaum besser laufen: Mit 30 Punkten teilt man sich mit dem TSV Benediktbeuern-Bichl II den ersten Platz der B-Klasse 6 und hat bereits fünf Punkte Vorsprung auf einen Nicht-Aufstiegsplatz. In der Fairplay-Tabelle stehen die Garmischer mit 15 gelben und einer roten Karte aktuell auf Rang fünf. „Prinzipiell haben wir aus der Not eine Tugend gemacht“, erzählt Abteilungsleiter Hristoforidis. „Klar war es anfangs ein gewisser Aufwand, aber man bekommt so viel Dankbarkeit zurück. Die meisten, die neu dazu gekommen sind, waren Straßenfußballer in ihrem Land. Man muss bei den Basics anfangen, aber wir haben es gern getan!”

Mehr Infos zum FC Megas Alexandros GAP e.V findet ihr auf seiner Facebook-Seite.

 

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